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Forfaitierung

 

Forfaitierung

Verkauf von mittel- bis langfristiger Exportforderung

Forfaitierung ist der Ankauf einer Forderung unter Verzicht auf einen Rückgriff gegen den Verkäufer bei Zahlungsausfall (franz. à forfait = im Bausch und Bogen ohne Regress), das heißt, hier liegen Forderungen zu Grunde, die mit allen Risiken von den Forfaiteuren angekauft werden.

Forfaitierungsgesellschaften können sein:

  • Kreditinstitute
  • speziell Forfaitierungsgesellschaften, die sich auf diese Finanzdienstleistung spezialisiert haben.

Der Kunde, also der Verkäufer, wird in dieser Transaktion Forfaitist genannt.
Forderungsankäufer ist der Forfaiteur.   

Bei der Forfaitierung handelt es sich um einen spezialisierten Forderungsankauf, das heißt, dass die Forderung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bereits konkret ist.

Abgrenzung Forfaitierung - Factoring

Rechtlich gesehen grenzen sich Factoring und Forfaitierung nicht voneinander ab. Bei beiden Formen handelt es sich um den Verkauf und die Abtretung von Forderungen.

Die Unterschiede liegen in der Laufzeit der Forderungen / gewährten Zahlungszielen. Im Einzelfall liegen diese bei einer Forfaitierung bei 5 bis 10 Jahren. Bei Factoring liegen die max. Zahlungsziele, die von einem Factor akzeptiert werden, in der Regel bei 90 Tagen im Inland und 120 Tagen im Ausland. Da bei einer Forfaitierung oftmals ein Bankenhintergrund besteht, können im Einzelfall auch sehr hohe Forderungsbeträge im zweistelligen Millionenbereich zu Grunde gelegt werden, was im Bereich Factoring eher die Ausnahme darstellt, weil es sich bei Factoring um revolvierende Forderungen von Kunden handelt, die normalerweise innerhalb von 30 bis 45 Tagen fällig werden. Festzustellen ist auch, dass die meisten Factoringgesellschaften keinen eigenen Bankstatus haben, aber als Tochtergesellschaft einer Bank oder Sparkasse ihre Factoringdienstleistung anbieten.

Wenn Sie mehr zu Forfaitierung wissen wollen, dann besuchen Sie bitte unsere HRP-Webseite Forfaitierung.