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News-Archiv

28.11.2011 01:28 Alter: 176 Tage

Studie des Kreditversicherers Euler Hermes

„Green Economy“ bietet neue Geschäftsmöglichkeiten

  • Geringerer CO2-Ausstoß und wirtschaftliches Wachstum sind auch in konjunkturell schwachen Phasen möglich.
  • Bei bestimmten Branchen wie Bau, Transport, Chemie und Beton besteht ein großes Potenzial zur Erschließung der Green Economy.
  • Das Wachstum der Green Economy ist nicht grundsätzlich von gesetzlichen Regelungen und öffentlichen Subventionen abhängig.

Produktion erneuerbarer Energien wächst weltweit langsam – Anteil der Kernkraft hat sich stabilisiert

Entgegen der landläufigen Meinung, nach der wirtschaftliches Wachstum notgedrungen mit steigenden Kohlendioxidmissionen einhergeht, hat Euler Hermes vier vielversprechende Branchen identifiziert, in denen die Green Economy mittel- und langfristig Wachstumspotenzial bietet. Voraussetzung ist die Bereitschaft, in neue Technologien zu investieren und die im wesentlichen kostenorientierten Strategien zu überdenken.

Anteil der grünen Energieproduktion zu klein, um dem steigenden CO2-Ausstoß entgegenzuwirken

Die Energieproduktion, die immer noch zu 67% aus der Befeuerung von Fossilbrennstoffen entsteht, verursacht 22% der gesamten Kohlendioxidemissionen und daher der Treibhausgase.

Angesichts der steigenden Nachfrage nach Energie im Zuge der wachsenden Weltbevölkerung sowie der verbesserten Lebensbedingungen ist eine Besorgnis erregende Situation entstanden, in der sich der CO2-Ausstoß zwischen den Jahren 2000 und 2030 insbesondere aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der aufstrebenden Märkte verdoppeln dürften.

Trotz des steigenden internationalen Bewusstseins und der Bemühungen zur Eingrenzung der Folgen und zur Senkung der Treibhausgasemissionen (Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen 1992 und Kyoto-Protokoll 1997) befinden sich die Lösungen im Bereich der Energieproduktion nach den Erkenntnissen von Euler Hermes immer noch im Anfangsstadium. Die Produktion erneuerbarer Energien wächst langsam und mühselig, wobei Biobrennstoffe lediglich 3%, Windenergie 1% und Photovoltaik 0,2% der Gesamtenergieproduktion im Jahr 2010 ausmachten, während sich der Anteil der Kernkraft bei 14% stabilisiert hat.

Branchen mit hohen CO2-Ausstoß im Fokus

Zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen - und zwar nicht nur im Bereich der Energieproduktion - ist es dringend erforderlich, besonders in den Branchen, die durch hohe Kohlendioxidemissionen gekennzeichnet sind, das Energievolumen, das für die Herstellung von Waren und Dienstleistungen aufgewendet wird, zu senken.


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