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News-Archiv

18.12.2008 13:40 Alter: 3 Monate

Selektiver Forderungsankauf

Unter Factoring versteht man im Allgemeinen den vertraglich geregelten Kauf von Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. Factoring dient der kurzfristigen Umsatzfinanzierung und dem hundertprozentigen Schutz vor Forderungsausfällen.

Factoring ist jedoch längst nicht mehr nur ein Finanzierungsinstrument für große Unternehmen, im Gegenteil: es wird immer mehr von den kleineren mittelständischen Unternehmen mit einem Umsatz zwischen T€ 100 bis T€ 50.000 nachgefragt.

Gerade beim kleineren Mittelstand werden aufgrund der momentanen Misere auf dem Finanzmarkt massive Probleme z.B.Wareneinkäufe vorfinanzieren, zu können erwartet. Im Factoringverfahren wird dem Unternehmen aufgrund der angekauften Forderungen durch den Factor zeitnah Liquidität zugeführt.   

Ein Sicherungseinbehalt in Höhe von max. 20% wird bei Begleichung der Rechnung durch den Debitor ausgezahlt. Dennoch ist Factoring nicht nur eine Finanzierungstool (Liquiditätsbeschaffung), sondern eignet sich durch den Übergang des Eigentums der Forderung auch hervorragend zum Schutz vor Ausfällen. Bei angekauften Forderungen übernimmt der Factor dieses Risiko zu 100% (Sicherheitsapsekt). Des weiteren kann sich der Unternehmer durch Factoring administrativ Entlasten und sich hier auf die Kernkompetenzen im Unternehmen konzentrieren.

Für das mittelständischen Unternehmen ergibt sich durch Factoring zudem eine Möglichkeit, die Kontokorrentlinie zu entlasten und mittelfristig ein besseres Rating zu generieren, da der Verkauf der Forderungen sich positiv auf die Eigenkapitalquote (Steigerung) auswirkt.

Speziell in den letzten 3-4 Jahren hat sich eine neue Variante des Factoring erfolgreich auf dem Markt etabliert: Das selektive Factoring.

Im Gegensatz zu den klassischen Factoringvarianten (Full-,Inhouse-, oder Fälligkeitsfactoring) welche in der Regel eine Andienungspflicht des kompletten Forderungsbestandes voraussetzen, ist man mit dem selektiven Factoring als Unternehmer wesentlich flexibler und behält einen größeren Autonomie-Spielraum.


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