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Internationale Insolvenzen gehen 2009 steil nach oben
Ludwig Mertes, Vorstand der PRISMA Kreditversicherung, sieht für das kommende Jahr einen internationalen Pleitenrekord. Infolge des konjunkturellen Abschwungs schlägt die Insolvenzwelle mittlerweile auf fast alle Länder und Branchen durch.
In den USA, der weltweit größten Volkswirtschaft, werden die Insolvenzen mit Ende 2008 auf über 41.000 ansteigen, das sind + 45 % gegenüber dem Vorjahr, als "nur" 28.322 Unternehmen das Handtuch werfen mussten. Dieser Aufwärtstrend setzt sich 2009 fort. "Wir nehmen an, dass es im nächsten Jahr rund 60.000 Fälle sein werden", sagt Ludwig Mertes.
Internationale Insolvenzprognose 2008/2009
Land - Anzahl - Prozent - 2007 - 2008 - 2009 - 2008 - 2009
- Spanien 880 2.300 2.800 161,0% 22,0%
- Portugal 2.001 3.500 4.200 75,0% 20,0%
- USA 28.322 41.200 62.000 45,0% 50,0%
- Frankreich 50.002 56.000 62.700 12,0% 12,0%
- Italien 6.000 6.600 7.400 10,0% 12,0%
- China 4.358 4.570 5.030 5,0% 10,0%
- Deutschland 29.160 30.100 33.800 3,0% 12,0%
- Österreich 6.295 6.360 6.870 1,0% 8,0% (Quelle: Schätzung von Euler Hermes; Stand: 11/2008)
Auch Europa wurde bereits vom Sog der Krise erfasst. Europäischer Spitzenreiter beim Firmensterben ist Spanien mit einer rasanten Aufwärtsbewegung von 161 % im Jahr 2008, gefolgt von Portugal mit 75 %. Ein weiterer Anstieg wird für 2009 erwartet.
In Deutschland ist der bisher positive Trend zu einem Ende gekommen. Es wird heuer mit einer Zunahme der Insolvenzfälle um 3 % gerechnet. 2009 erwartet PRISMA einen negativen Trend im Ausmaß von 12 %, womit die Zahl der Insolvenzen auf 33.800 steigt.
"Das kommende Jahr dürfte auch für Italien schwierig werden. Mit der andauernden Rezession wird sich die Finanzlage der Unternehmen verschlechtern und die Unternehmensinsolvenzen werden voraussichtlich um 12 % steigen", so Mertes.
In Frankreich sind die Unternehmensinsolvenzen so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr.

