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Firmeninsolvenzen Januar bis Juli 2009 in Deutschland
Starker Anstieg der Firmeninsolvenzen im Juli / Große Unterschiede nach Region und Unternehmensstruktur
Zeitliche Verteilung der Insolvenzfälle, regionale und strukturelle Unterschiede
Die Wirtschaftskrise setzt deutsche Unternehmen weiterhin unter Druck. Von Januar bis Juli 2009 meldeten insgesamt 15.891 Unternehmen in Deutschland Insolvenz an – deutliche 30,93 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Januar bis Juli 2008: 12.137).
Im zweiten Quartal betrifft die von Zahlungsunfähigkeit betroffenen Unternehmen 6.745 Firmen – das entspricht einem minimalen Rückgang von 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Das sind die Ergebnisse der Studie „Firmeninsolvenzen“ der Wirtschaftsauskunftei BÜRGEL.
Während der Markt im Mai mit 2.136 und im Juni mit 2.197 Firmenpleiten eine leichte Erholung erlebte, stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Folgemonat stark an. Im Juli beantragten 2.381 Firmen Gläubigerschutz. Das entspricht einer Zunahme um knapp 8,4 Prozent gegenüber Juni.
Von einer Zahlungsunfähigkeit im Untersuchungszeitraum sind vor allem Gewerbebetriebe mit einem Anteil von 40,76 Prozent (6.477 Unternehmen) und GmbHs (39,16 Prozent – 6.223 Unternehmen) betroffen. Als GmbH & Co. KG oder Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) firmierten weitere 9,56 Prozent, was 1.519 Pleiten entspricht. Aktiengesellschaften sind nur mit einem geringen Anteil von 0,96 Prozent von Insolvenz betroffen, nämlich 152 Unternehmen.
Die Ursachen von Firmeninsolvenzen sind komplex. Neben volkswirtschaftlichen Faktoren bestimmen betriebswirtschaftliche Aspekte – gerade für kleine, mittlere und vor allem jüngere Unternehmen – sehr stark das Insolvenzrisiko. „Obwohl im zweiten Quartal ein Rückgang an Firmeninsolvenzen von 0,3 Prozent zu beobachten ist, besteht dennoch kein Grund zu Optimismus“, warnt BÜRGEL-Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Mehrere Faktoren sprechen laut Prognosen der Hamburger dagegen.
Zum einen bewegen sich die aktuellen Zahlen an Firmeninsolvenzen auf hohem Niveau – Tendenz: steigend.

