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Creditreform | Insolvenzen | Neugründungen und Löschungen | 2009
Die Wirtschaftskrise fordert ihren Tribut
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg 2009 um 16 Prozent auf 34.300 Fälle (Vorjahr: 29.580). Trotz der schweren Rezession erreicht die Insolvenzzahl kein neues Rekordhoch. Viermal in den letzten zehn Jahren wurden am Jahresende mehr Unternehmenszusammenbrüche gezählt als 2009.
Krise stärker im Westen
Im Osten Deutschlands nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 13,8 Prozent auf 6.700 Fälle zu (Vorjahr: 5.890), während auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik ein Zuwachs von 16,5 Prozent auf 27.600 Verfahren (Vorjahr: 23.690) zu verzeichnen ist. Trotz des Anstiegs der Unternehmenspleiten zwischen Rostock und Dresden liegt die aktuelle Zahl auf dem drittniedrigsten Wert seit 1999.
Insolvenzschäden auf Rekordniveau
Die Insolvenzschäden für die Volkswirtschaft belaufen sich dieses Jahr auf 48,6 Mrd. Euro. Damit liegt das Schadensniveau um 19,6 Mrd. Euro oder 67,6 Prozent über dem des Vorjahres (29,0 Mrd. Euro). Pro Insolvenzfall sind durchschnittlich 1,1 Mio. Euro an Forderungen ausstehend (Vorjahr: 710.000 Euro). Den Großteil des Geldes werden die Gläubiger abschreiben müssen. Auch für den öffentlichen Sektor nahm das Schadensvolumen zu. 2009 mussten öffentliche Institutionen 11,5 Mrd. Euro aufbringen (Vorjahr: 8,0 Mrd. Euro).
Arbeitsplatzverluste steigen durch große Firmeninsolvenzen
Die Zahl der von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffenen Arbeitnehmer nimmt deutlich zu: 521.000 Arbeitsplätze (Vorjahr: 447.000) sind bei insolventen Unternehmen bereits weggefallen oder in Gefahr. Diese überdurchschnittlich starke Zunahme innerhalb eines Jahres hat ihre Ursache in der Häufung von Großinsolvenzen wie die von Arcandor. Allein bei den zehn größten Pleiten des Jahres sind rund 82.600 Stellen bedroht oder bereits abgebaut worden.

