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Automobilhandel vor schwierigen Jahr 2010
Im Schnitt lag die Umsatzrendite der deutschen Autohändler 2008 mit minus 0,6 Prozent deutlich im roten Bereich: 62 Prozent der Autohäuser schrieben Verluste, bei 30 Prozent lag die Umsatzrendite zwischen 0 und 1 Prozent, 5 Prozent der Betriebe kamen auf mehr als 1 bis 2 Prozent und 2 Prozent schafften es, eine Umsatzrendite von über 2 Prozent zu erwirtschaften. Die Eigenkapitalquote lag im Durchschnitt bei 10 Prozent; 1990 waren es noch rund 35 Prozent. Zirka 600 Autohausunternehmen mussten 2008 Insolvenz anmelden.
Das 2009 von der Abwrackprämie ausgelöste Strohfeuer hat dazu geführt, dass erforderliche Strukturanpassungen weiter verschoben wurden, was 2010 umso stärker zu Buche schlagen wird. Bereits jetzt sind laut einer aktuellen Studie 10 Prozent der Händler insolvenzgefährdet. Das bedeutet: Von den rund 15.500 Autohäusern sind ungefähr 1.500 akut von Zahlungsunfähigkeit bedroht.
Erfahrungsgemäß sind dafür meist jedoch nicht Marktrückgang, Kaufzurückhaltung und Wettbewerb verantwortlich, sondern interne Faktoren wie autokratischer Führungsstil, schlechte betriebswirtschaftliche Planung, fehlende Frühwarnsysteme, unzureichende Transparenz der Kostenstellen und mangelnde Motivation der Mitarbeiter.
Fast zwei Drittel aller Turnaround-Fälle basieren zudem auf Problemen im Fahrzeugvertrieb. Da nur die Hälfte aller Unternehmenskrisen vor Eintritt der Liquiditätsgefährdung erkannt wird, wird der erwartete Absatzrückgang die Liquiditätsprobleme weiter verstärken, die Zahl der Insolvenzen erhöhen und den Konsolidierungsprozess beschleunigen.
Originalquelle: Auszug aus einem Pressetext bei www.pressetext.de, 18.12.2009

