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R

I. Begriff

Preisnachlass für Waren und Leistungen, der angewendet wird, wenn ein formell einheitlicher Angebotspreis trotzdem gegenüber verschiedenen Abnehmern, unter verschiedenen Umständen oder zu verschiedenen Zeiten differenziert werden soll. Rabatt als absoluter Betrag oder in einem Prozentsatz des Angebotspreises.

II. Arten

1. Nach dem Grund der Rabattgabe:
a) Barzahlungsrabatt: Vergütung für schnelle Zahlung (im gleichen Sinn wie Skonto verwendet).
b) Warenrabatt: Berechnungsart des endgültigen Kaufpreises; hierbei bedeutet Mengenrabatt (Konsumrabatt) ein Preisnachlass für die Abnahme von größeren Mengen in einer Lieferung oder in einem bestimmten Zeitraum (meist ein Jahr); im letzten Fall vielfach als Umsatzbonus oder Jahresbonus bezeichnet.
c) Funktionsrabatt: Die dem Abnehmer gewährte Vergütung für die Übernahme eines Teils der Handelsfunktionen im Distributionssystem.
d) Frühbezugsrabatt: Preisnachlass für vorzeitige Abnahme von Saisonartikeln.
e) Treuerabatt: Gewährt für langdauernde Geschäftsbeziehungen; im engeren Sinne auch Rabatt unter der Bedingung, dass der Kunde in einem bestimmten Zeitraum bestimmte Artikel nur von einem Lieferanten oder einer Lieferantengruppe bezieht.
f) Kundenrabatt: An den letzten Verbraucher gewährter Preisnachlass; oft als Einzelhandelsrabatt bezeichnet. Der Kundenrabatt tritt durchweg in der Form des Barzahlungsrabatts auf (durch Rabattgesetz heute noch auf 3% des Verkaufspreises begrenzt). - Viele Arten von Sonderrabatt, z.B. der Preisnachlass an im Betrieb Beschäftigte (Personalrabatt) und der an bestimmte Personengruppen (z. B. Beamten- oder Vereinsrabatt) oder Berufsgruppen (z.B. Weiterverarbeitungsrabatt) gewährte Rabatt

2. Nach dem Zeitpunkt der Rabattgewährung zu unterscheiden:
Sofortrabatt und nachträglich vergüteter Rabatt (z.B. meist der Umsatzbonus).

III. Factoring & Rabatte

Im Zusammenhang mit Factoring lassen sich insbesondere Mengenrabatte erzielen, wenn größere Losgrößen durch die höhere Liquidität erzielt werden können.

Auf internationalen Finanzmärkten übliche standardisierte Kennziffer zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines internationalen Schuldners; es kann sich um Länder (Länder-Rating) oder Emittenten (Emittenten-Rating) handeln. - Die Erstellung erfolgt durch auf wirtschaftliche Analyse international bedeutender Schuldner spezialisierte private Unternehmungen.
Rating-Stufen: Triple-A-Rating (AAA) für bonitätsmäßig erstklassige Schuldner, Double-A-Rating (AA) für zweitklassige Schuldner, Single-A-Rating (A) für drittklassige Schuldner mit noch zufriedenstellender Bonität und analog abgestufte B-Rating für bonitätsmäßig zweifelhafte Schuldner.

In den 80er Jahren gewannen Rating zur Klassifizierung länderspezifischer Risiken große Bedeutung. Gemäß der Beschlüsse des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht müssen seit 2003 Banken ihre Kreditkunden nach deren Kreditrisiko einschätzen, sie also "raten".

Das Risiko, vor allem das Ausfallrisiko eines Kredits, hat Auswirkungen auf die Höhe des haftenden Kapitals der Bank. Sichere Risiken (AAA) müssen mit lediglich 20% Eigenkapital hinterlegt sein. Hohe Risiken (unter B-) mit 150%. Praktisch bedeutet das, dass eine Bank mit nur erstklassigen Kunden, künftig bei gleichem haftenden Kapital 7,5 mal so viel Kredit vergeben kann (und dafür Zinseinnahmen verbuchen kann) als eine Bank mit ausschließlich risikobehafteten Kunden.

Keine Frage, dass Unternehmen mit schlechtem Rating mit steigenden Zinskosten rechnen müssen. Schlimmstenfalls bleibt ihnen eine Fremdfinanzierung über Banken ganz versagt.

Beim Reverse-Factoring handelt es sich wie der Name bereits sagt um ein "umgekehrtes" Factoringverfahren. Auch hierbei wird eine Finanzierungsgesellschaft gegründet. Dahinter steht jedoch nicht der Lieferant (wie beim Self-Factoring) sondern der Abnehmer/Käufer von Waren.

Die Finanzierungsgesellschaft bezahlt die Lieferanten unter Skontoausnutzung. Der Abnehmer zahlt an die Finanzierungsgesellschaft nach wie vor unter Ausnutzung des Zahlungszieles.

Die Finanzierungsgesellschaft refinanziert sich über eine Factoringgesellschaft. Die Finanzierungskosten liegen zwischen 30 - 50% des auf diese Weise erzielten Skontoertrags. Den verbleibenden Ertrag teilen Finanzierungsgesellschaft und Factoringgesellschaft unter sich auf.

Zielgruppe: Unternehmen die mit einem oder mehreren Lieferanten ein Einkaufsvolumen/Jahr von jeweils 10 Mio. EUR und mehr abwickeln.

siehe: Vordeklaration

Wichtige Leistung im Rahmen des Factoring; der Factor übernimmt im Gegensatz zur Warenkreditversicherung das Risiko bis zu hundert Prozent regresslos, er trägt als das volle Ausfallrisiko bei Insolvenz des Abnehmers ohne speziellen Nachweis (angenommener Delkrederefall).

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf Forderungen aus Rücklastschriften, die innerhalb der für das Einzugsermächtigungsverfahren vorgesehenen sechswöchigen Widerspruchsfrist (Abkommen für den Lastschriftverkehr der Kreditinstitute) vorkommen.

Versicherung der vom Versicherer übernommenen Risiken. Sie liegt vor, wenn ein Versicherer (Zedent) für das durch Versicherung übernommene Risiko bei einem anderen Versicherer (Zessionär) Versicherungsschutz nimmt.

Gegenstand der Rückversicherung ist sowohl das Risiko aus Direktversicherung (Zession) als auch das aus Rückversicherung (Retrozession).

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